Vor rund zwei Jahren haben sich die Bürgermeister Reinhard Knott und Johannes Obermeier aus Mötzing mit einer Petition an den Bayerischen Landtag gewandt. Ihr Ziel: Räumung der Großen Laber im Bereich der Verwaltungsgemeinschaft Sünching. Problemstellung: Die Unterhaltspflicht der Großen Laber als Gewässer 1. Ordnung obliegt dem Freistaat Bayern und wird vom Wasserwirtschaftsamt Regensburg ausgeführt. Die angrenzenden Landwirte, Triebwerksbesitzer, Fischereivereine und Fischereiberechtigten hatten in der Vergangenheit mehrfach das Wasserwirtschaftsamt Regensburg aufgefordert, Unterhaltsmaßnahmen, insbesondere Räumungen des verschlammten Flussbeetes durchzuführen. Das Wasserwirtschaftsamt stellte allerdings klar, dass es aufgrund der Vorgaben der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie sowie der örtlichen Gegebenheiten keine zusätzlichen Räumungsmaßnahmen geben werde.
Abgeordneter Grossmann vermitteltIn dieser verfahrenen Situation schaltete sich der Landtagsabgeordnete Patrick Grossmann als Vermittler ein. Er suchte in mehreren Gesprächsrunden mit den Betroffenen sowie mit den zuständigen Behördenvertretern nach Lösungen. Daraufhin wurden einige, aus Sicht des Wasserwirtschaftsamtes fachlich erforderliche Maßnahmen umgesetzt, wie z.B. die punktuelle Entnahme von Schlamm und Schilf inkl. Rhizomen und der Einbau eines Wellenbrechers zu Verbesserung der Fließgeschwindigkeit. Für die Petenten konnten diese Maßnahmen nur der Anfang sein. Schließlich lud Patrick Grossmann auch seinen Landtagskollegen Alexander Flierl, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Verbraucherschutz, zu einem Ortstermin nach Mötzing ein. „Mir ist wichtig, dass die Kollegen die Gegebenheit vor Ort kennen, bevor sie über eine Petition beraten. Wir haben hier an der Großen Laber im Abschnitt von Mötzing, Sünching und Aufhausen wirklich eine besondere Situation. Ohne verstärkte Gewässerunterhalts- und Pflegemaßnahmen können die in der Petition aufgeführten Problemstellungen nicht verbessert werden,“ so Grossmann zu seinen Bemühungen im Vorfeld der Petitionsberatung.
Würdigung soll zur verstärkten Durchführung der Pflegemaßnahmen führen
Nun wurde die Petition um Umweltausschuss unter Vorsitz von MdL Alexander Flierl beraten und folgendes Votum beschossen: Das Anliegen der Petenten wird zur Würdigung an die Staatsregierung überwiesen, verbunden mit der Aufforderung an das Wasserwirtschaftsamt Regensburg in den nächsten fünf Jahren den Gewässerunterhalt v.a. im Abschnitt von Haidenkofen bis Schönach verstärkt durchzuführen. Dabei sollen im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie insbesondere die fachlichen Belange gewürdigt werden. Grossmann ist sich sicher, dass die vielen Gespräche und Ortstermine zu diesem Ergebnis geführt haben und mit kontinuierlichem Einsatz auch weiterhin Verbesserungen erzielt werden können. „Hier müssen wir einfach mit vereinten Kräften dranbleiben,“ bekräftigt Grossmann. Die Petenten hätten sich mehr gewünscht, sind aber dankbar, dass sich im Rahmen ihrer Petition bereits Einiges bewegt hat und eine Würdigung erfolgt ist. Dazu Bürgermeister Knott: „Ohne Petition und den dadurch angestoßenen Prozess würden wir vermutlich heute noch keine Fortschritte haben. Es sind erste Teilerfolge und wir werden nicht müde, auch in Zukunft für einen verbesserten Gewässerunterhalt an unserer Großen Laber einzutreten.“
