Kunstminister Markus Blume gibt Fördermittel für Sanierung des Oberpfälzer Baudenkmals bekannt: „Die Bergkirche Maria Hilf ist der Blickfang des unteren Vilstals und seit Generationen ein Orientierungspunkt für Einheimische, Wallfahrer und Besucher. Ihre besondere Lage macht sie zum Wahrzeichen, ihre Geschichte zum Schatz“
Die Wallfahrtskirche Maria Hilf liegt weithin sichtbar am Hang oberhalb von Rohrbach und blickt auf eine fast 900-jährige Geschichte zurück. Ihr Ursprung geht auf die Erbauung einer Burgkapelle mit Apsis im 12. Jh. zurück. Der Erbauer der Burg, Bertold von Vohburg- Hohenburg, übergab sie und die Hofmark Rohrbach Bischof Siegfried von Regensburg und erhielt sie von diesem als Lehen zurück. Von der einstigen Burg der Hohenburger ist sie das letzte erhaltene Zeugnis. Noch heute lassen sich in dem Bau die mittelalterlichen Ursprünge erkennen: Im eingezogenen Chor mit zwei Jochen der Saalkirche mit östlicher Apsis ist die romanische Burgkapelle aus dem 12. Jahrhundert noch baulich nachvollziehbar. Im Jahr 1819 wurde die Kirche durch ein Langhaus erweitert. Zur Ausstattung gehören unter anderem die 14 Kreuzwegstationen. Seit der Verlegung des Friedhofs im Jahr 1832 dient Maria Hilf als Friedhofskapelle. Durch ihre reizvolle Lage an einem Wanderweg ist sie bis heute ein beliebtes Ziel für Besucherinnen und Besucher.
Die Schwerpunkte der Sanierung liegen auf einer Instandsetzung des Mauerwerks und der Dachkonstruktion sowie auf restauratorischen Maßnahmen an den Wandoberflächen und der historischen Ausstattung der Kirche.
Eigentümer des Baudenkmals ist die Kath. Kirchenstiftung Rohrbach. Der Entschädigungsfonds wird vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst verwaltet und gemeinsam vom Freistaat und den Kommunen getragen. Den Bewilligungsbescheid erlässt das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege, mit dem die Maßnahme abgestimmt ist. Die Maßnahme wird durch das Landesamt für Denkmalpflege auch fachlich begleitet.
